Badewanne
Die Badewanne gehört zu den wichtigsten und ältesten Badeeinrichtungen der Welt. Eine genaue Datierung ist unmöglich, da das ovale Badebehältnis schon seit Beginn der Menschheitsgeschichte, zu den zivilisatorischen Errungenschaften gehörte. Doch wie viele Dinge, welche die Menschen von der Natur übernahmen, hielt der technologische Fortschritt auch bei Badewannen nicht an. Anfangs jedoch, waren es nichts weiter als kleine, heiße Quellen in denen sich der Mensch hineinsetzte und das warme Wasser geniessen konnte. Kontrolle über Temperatur oder Wassermenge hatte er hier nicht.
Mit der zunehmenden Zivilisation, im Zuge der Entwicklung von Hochkulturen wie den Griechen oder Römern, nahm auch die Badekultur einen Sprung nach vorne. Hier war Reinlich- und Sauberkeit höchstes Gut und Badehäuser gehörten zu den normalen Einrichtungen einer antiken Stadt. Diese Orte waren auch soziale Treffpunkte, an denen man seine Freunde traf oder sogar Geschäftsverhandlungen führte. All dies, während man in Badewannen aus Stein saß und dem Wasser fröhnte. In der dunklen Zeit des Mittelalters, wurden diese Wannen durch funktionale Holzzuber ersetzt, die ein schnelles Waschen ermöglichten, aber kaum noch den Luxus der antiken Vorbilder besaß. Diese praktischen, aber unkomfortablen Holzwannen, waren für den normalen Bürger lange Zeit Standard. Erst mit der einsetzenden Moderne und der Verfügbarkeit von eigenen Einbaubadezimmern, gehörte die Badewanne zum normalen Einrichtungsgegenstand einer Wohnung.
Heutzutage existieren Badewannen in den verschiedensten Formen. Angefangen bei der länglichen Variante, die jedermann kennt, gibt es noch die allseits beliebten Jacuzzis, im deutschen Sprachraum Whirlpool genannt. Diese spritzen heisses Wasser durch Düsen in das Badebehältnis, wirbeln es auf und bieten so ein angenehmes Badeerlebnis. Aber auch größere Wannen, die Platz für mehrere Personen bieten, sowie andere geometrische Formen, beispielsweise in Form eines Quadrats, sind verbreitete Bauweisen und Formen. Handelsübliche Wannen fassen 140 Liter Wasser und werden bei Umweltschützern deswegen gerne als Wasserverschwendung kritisiert. Allerdings gehört zu einer Badewanne nicht nur das Reinigen des Körpers, sondern auch die Entspannung und die Erholung des Geistes. Nicht umsonst gehören Badewannen zur Standardausrüstung diverser Kur- und Badeeinrichtungen und sind anerkanntes Therapiemittel bei Beschwerden des Bewegungsapparats, wie Gelenkproblemen oder Muskelerkrankungen.
Auch bei der Suche nach Badewannen kann man sich Gedanken über die Umwelt machen. Ist es nötig eine riesige Badewanne zu besitzen? In den meisten Haushalten bekommt eine Badewanne kaum Beachtung. Duschen geht schneller und der Wasserverbrauch ist geringer als beim Baden. Der Wasserverbrauch der Konsumgesellschaft ist verhältnismäßig hoch. Aber ist das nötig? Man kann auch im Haushalt auf vernünftige Weise den Wasserverbrauch in Maßen halten. Vielleicht nehmen Sie doch nicht die größte der Badewannen, oder vielleicht lieber eine geräumige Komfordusche.
Badewannen dienen der Entspannung. Es gibt Große, Kleine, Bauchige, Schmale und viele mehr. Beliebt sind auch Badewannen mit Whirlpool-Effekt. Für die Traumbadewanne muss allerdings auch der passende Platz geboten sein. Ab und an muss man Kompromisse eingehen. Dann ist es halt nicht die, für die man einen Bootsführerschein braucht. Hauptsache eine passende Badewanne. Auch sehr wichtig sind die Armaturen der Badewanne.
Welche Tätigkeit bietet sich für die Badewanne wohl besser an als das Lesen. Gemütlich im heissen Nass kann man sich hier ungestört in die Fantasie eines Romanes begeben. Wem hier noch die nötige Lektüre fehlt, der kann sich über das Internet eines von mehreren Büchern bestellen. Natürlich kann man sich hier meist auch Leseproben kostenlos ansehen um seine Entscheidung zu treffen. Hat man jedoch einmal ein wirklich gutes Buch gefunden, wird man die Badewanne nicht mehr verlassen wollen.